Der Getting Tough Verein lud zum jährlichen gemeinsamen Quälen ein. Ein Bootcampwochenende der Superlative. Die einen wollen sich auf das bevorstehende GT The Race vorbereiten und das Core Team wollten die letzten Vorbereitungen auf „The World‘s Toughest Mudder“ nicht alleine verbringen.

Also trafen wir uns alle um 12Uhr an der Kampfsport Akademie, damit es pünktlich um 12:30Uhr „losgehen“ konnte. Natürlich kam wieder einer zu spät und Felix durfte das „WarmUp“ mit 10er Runden Liegestütze anfangen. Da wir über 15 Leute waren, war es ein kräftiges Willkommen. Diese Einleitungen sind mittlerweile Standard geworden, denn wenn auch alle pünktlich wären, würde der Captain einfach ein paar Minuten später erscheinen. Aber wir sind ihm nicht böse, denn wir wollen es alle, auch wenn es keiner zugeben möchte.

Bootcamp hat begonnen:-)

Posted by Ertekin Arslan on Samstag, 24. Oktober 2015
Anschließend ging es auf die Piste Richtung des Getting Tough Trainingsplatzes der ersten Stunde, denn seit Jahren liegen dort unsere Trainingsgeräte freiflächig umher und deshalb kommen wir immer wieder gerne dorthin zurück. Auf dem Weg dorthin wurde noch die eine oder andere Übung für die Beine eingelegt. Ein Spektakel was alle Autofahrer an der Kreuzung den Samstag ein wenig aufheitern konnte, da lauter verrückte die Haltung eines Toilettenganges eingenommen hatten. Schließlich geht die Sicherheit vor an einer roten Ampel und die Zeit wird nicht vergeudet.

Entlang des Neckars trafen wir schließlich bei herrlichstem Sonnenschein an der Fischerhütte in Köngen ein. Und schon ging es mit einer Dips / Liegestützkombi weiter. Für alle Erfahren unter uns weiß man, was zu beachten ist. Allerdings wussten es anscheinend nicht alle oder sie haben es als Geschenk für alle mitgebracht. Es gab Strafliegestütze und diese sollten nicht die einzigen an diesem Tag sein. Zwischenzeitlich wurde festgestellt, dass die Regel Nr. 1 nicht beachtet wurde. Es fehlten Läufer in der Gruppe. Diese wurden nach kurzem Telefonat vom Captain eingesammelt und für den Rest des Tages wurde strick darauf geachtet, das zwischen Anfang und Ende maximal 100m liegen. Denn schließlich sind wir EINE GEMEINSAME GRUPPE und jeder ist für jeden da.

Da nun alle anwesend waren fix die Strafe abgearbeitet und für ein „Burn&Run“ Spielchen in zwei Gruppen geteilt. Während jeweils ein Läufer kurze Sprints einlegten, dürften die anderen die Sonne beim SitUps machen genießen, sowie die Grashalme beim Liegestützen zählen. Unsere Beine waren nach den ersten 10km noch nicht alle warm und deshalb wurde auch die begehrte Toilettenhaltung nebenbei mit eingebaut. Alle hatten noch ein Lächeln im Gesicht, nur Macy übertrieb es und bescherte allen eine erneute Strafrunde. Wer ihn kennt, weiß dass er dann auch nicht mehr aufhören kann und somit wurde die Strafe etwas ausgiebiger.


Danach waren die Schmerzen bei einigen bereits anzusehen und deshalb ging es im Pärchen Modus weiter. Kniebeugen konnte mittlerweile jeder und deshalb wurde diese dann auch gleich mal wieder eingenommen, um die Beine richtig brennen zu lassen. Die anschließenden Schubkarren brachten welche bereits an ihre Grenzen. Erst danach ging es zum Parkour-Spielplatz mitten durch den Busch.

Nach kurzer Streckenbegehung und Begutachtung der GT-Spielzeuge ging es auf 5 Runden los. Neben Skippings am Baumstamm sowie Steine stemmen, wurden erneute Kniebeugen mit den liebevollen Brüdern und Großeltern von „Stocki“ eingelegt. Wer Stocki nicht kennt, er wurde Anfang des Jahres bei einem Wettkampf hilflos und alleine im Wald gefunden. Dieser wurde dann besorgt mit ins Ziel getragen und seitdem ist er Bestandteil der GT-Familie.

Zurück zum Spielplatz: nach dem jeder seine Runden gedreht hatte ging es erneut auf die Spielwiese zum Schauspiel der Kinder und deren Eltern, die den Tag zum Grillen genutzt hatten. Es wurde der Teamgedanke trainiert und so musste erneute in Gruppe jeder über die Köpfe getragen werden. Die anschließende SitUp-Wall sah bei Gruppe 1 besser aus und somit hatten sie eine kurze Pause während die Zweite quasi Nachsitzen musste. Bevor es zurück ging wurde erneut ein kleines „Burn&Run“ Spielchen vollzogen. Jeder durfte mal Reiter und Pferdchen sein. Diese Übung ist wichtig, da verletzte schließlich im Falle eines Falles bis nach Hause getragen werden müssten. Der Oberkörper wurde die letzten Minuten vernachlässigt und somit gab es ein Liegestütz-Spezial des Captains. Selbstverständlich wollten alle mitmachen! :D

Auf dem Rückweg wurde ein kurzer Zwischenstopp in der Lauter gemacht, denn eine Erfrischung tut jedem gut und steigert die Motivation für die restlichen Kilometer.


Der wohlverdiente Lauf zurück wurde mit zusätzlichen Spielchen bestückt. Im Gänsemarsch wurden kleine Laufsprints an das Ende der Kolonne getätigt. Der Siegeswille einiger ließ sie fast ausrutschen, was natürlich die vorbeikommenden Passanten amüsierte. Der Schmerz steckte tief in Vereinzelten, was die Gruppe etwas auseinander zog. Somit gab es ein paar Zusatzmeter (Regel Nr.1) und erneute Liegestütz-Ausruhpausen. Jeder wusste es ist nicht mehr weit und alle motivierten sich noch mal Gegenseitig.

An der Kampfsportakademie angekommen begann allerdings der Horror. Während das Coreteam ihre laut Trainingsplan letzten Kilometer (40km) vollmachten, wurde der Rest von Schleifer Ertekin empfangen. Eine kurze Pause gab es nicht und er rief sofort auf die Matte. In jedem steckten bereits mehr als 20km in den Beinen, aber als „WarmUp“ gab es schöne Step Up Übungen bevor es zum „Box-Cardio“ ging. Da die Luft fast weg war, war die Kraft der Stimme nicht mehr stark genug. Was zu Folge hatte, dass wir erneute Strafrunden hatten. Die restliche Zeit wurde mit noch vorhandener Kraft auf die Box Säcke eingeschlagen, sowie Bodenübungen getätigt. Vorgegeben waren 2min Runden mit jeweils 1min Pause. Am Ende stellte sich heraus, das Ertekin uns sogar 3min Spaß gegönnt hatte. Auf diesem Weg nochmals Danke für die Schmerzen. Ein Dehnworkout beendete schließlich Trainingstag 1 bevor es gemütlicher wurde.


Der Abend wurde dann nach langem Duschen und Wunden versorgen mit einem gemeinsamen Essen ausgeklungen. Die Freude des wohl verdienten Schlafes hielt allerdings nicht lange an.


Bootcamp Day II

Um 5Uhr hieß es für das Coreteam auf eine 50km Reise. Diese sollten sie allerdings zum Ende nicht alleine bestreiten. Dazu später mehr. Die anderen trafen sich erneut beim Schleifer, der einen Kraft-/Ausdauerzirkel für uns vorbereitet hatte. Nach einem gewohnten WarmUp auf Mattenhöhe besetzten wir in 2er Teams die jeweiligen Stationen.  Auf jeweils 6 Stationen hieß die erste Runde fokussieren auf Oberkörper und Körperspannung, u.a. Burpees und Medizinballschmeißen. Die 2. Runde stand im Fokus Ausdauer und Beine. Skippings und Squats mit Zusatzgewichten wurden absolviert. Spätestens in der 2. Hälfte spürte man die Muskeln vom Vortag.

Nach circa 90min wurden schnell die Laufsachen angezogen, denn das Corteam, was bereits 40km in den Beinen hatte, holte uns auf den letzten Kilometern ab. Jeder zog sich noch einen kleinen Snack rein und schon ging es ab auf die Piste. Es stand allerdings nur ein lockerer 10km Auslauf an. Der vorgegebenen Pace 6 min/km musste ständig beobachtet werden, da die Elite bereits heiß war und rennen wollte. So bescherte es ihnen noch ein paar Zusatzmeter. Jeder kam erschöpft aber glücklich an und alle freuten sich auf das wohlverdiente Frühstück.


Nach einer heißen Dusche gingen wir wieder geschlossen zum Lokal, um unser Frühstücksbuffet zu bewundern. Der Wirt hatte ordentlich was zu tun, denn ausgehungerte Extremsportler essen sehr, sehr viel. Somit war er mit Plattennachfüllen rund um die Uhr beschäftigt. Es wurden noch diverse Gespräche geführt und alle waren sich sicher, wir sehen uns bei  „The Race“ wieder. Nach einer kurzen abschließenden Ansprache wurden die offenen Rechnungen beglichen und jeder fuhr in die nahe oder entfernte Heimat zurück.

 

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