Die Sommerphase ist komischerweise die Zeitspanne mit den meisten Hindernisrennen, was den ein oder anderen nicht verständlich ist. Die brühende Hitze ist kein schönes Laufwetter.
Nichts desto trotz fuhren wir erneut nach Flachau, um den Strongmanrun auf dem Grießenkar zu bewältigen. Im letzten Jahr wurden Temperaturen jenseits der 30 Grad erreicht und somit machten wir uns auf ein sommerliches Event bereit. Wird es dieses Jahr genauso werden?

Das Team reiste aus ganz Deutschland an. Während Susi früh los fuhr, um den beginnendem Ferienverkehr zu umgehen, trafen sich die anderen in der Stuttgarter Region.
Der Partybus wurde mit Sack und Pack gefüllt. Fünf motivierte Runner sammelten den 6. in München ein und bahnten sich am frühen Nachmittag den Weg zum Veranstaltungsgelände. Unterwegs wurde das Verkehrsverhältnis stockend, was eine rechtzeitige Ankunft, ebenfalls zu verdanken an der verspäteten Abreise bedingt durch nicht fertiges Lunchpaket seitens Lucas, in Gefahr brachte. Aus diesem Grund wurde Susi kontaktiert, um die Startunterlagen für uns zu organisieren.

Kurz vor Schließung trafen auch wir ein. Und dann schon das erste unerwartete Naturereignis. Es regnet und die Temperatur lag um die 10 Grad. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Nach kurzer Begrüßung ging es zum Hotel zur Schlüsselabholung und das Appartement wurde aufgesucht.
Vorher wurde der Spar geplündert, um die hungrigere Meute am Wochenende unter Kontrolle zu bekommen. Die Zimmer wurden geentert und am Abend die Pasta Party heim gesucht. Der Rest verlief unspektakulär bei netten Unterhaltungen auf der Couch.
Am Samstagmorgen das nächste Highlight. Der Captain bereitete ein Frühstück vor, was einem Sternerestaurant gleich schien. Susi’s morgendlicher Warmup-Run führte am Bäcker vorbei und komplettierte das Festmahl. Die Gang konnte gemütlich, dank des Startes um 16Uhr, frühstücken. Gegen 14Uhr begab man sich zum Lauf, um die Hindernisse vor Ort und die Taktiken zu besprechen. Neu war dieses Mal ein Hangelhindernis, was als Projektarbeit von ansässigen Studenten umgesetzt wurde.
Kurz vor dem Start der erste Schock. Beim warm laufen wurden die Schmerzen bei Sara wieder größer, die sich seit Wochen mit einer Verletzung rum plagen muss. Aus diesem Grunde und zur Erhaltung der Gesundheit wurde ihr Starten gecancelt, was nun für die anderen bedeutete: ankommen um jeden Preis. Die Teamtitelverteidigung war das oberste Ziel.

Eine leichte Streckenänderung zum Vorjahr lies uns nach einem kurzen Sprint direkt in den ersten kleinen Berg steigen. Nach dem ersten Kriechhindernis und einer kleinen Abkühlung ging es entlang eines schönen Trails bis hin zum serpentinartigen Aufstieg der Skipiste. Jetzt fingen die Oberschenkel an zu brennen. Nach jeder Kurve dachte man, man sei endlich oben und wurde dann erneut eines besseren belehrt. Am Gipfel angekommen ging es auf direktem Wege hinunter. Im Winter wird diese Strecke als schwarze Piste ausgezeichnet und wie wir alle wissen, ist das vom Schwierigkeitsgrad und Neigung eine anspruchsvolle Strecke.
Alle Läufer hätten sich gewünscht ein Schlitten oder Skier dabei zu haben. Dank des Regens am Vortag war der Hang so nass, das ein laufen fast nicht möglich gewesen ist. Unten angekommen ging es durchs Dorf. Noch ein paar kleine Hürden überwinden bevor es zum Zielbereich ging. Die Rutsche hinunter, über Autoreifen hinüber und durchs Schaumbad. Nur noch ein Netz hinter sich lassen und dann die letzten Meter ins Ziel sprinten. Für die einen war es ein Segen, denn die Strecke hat es in sich. Ein Großteil tat es sich freiwillig an und lief die ganze Strecke ein zweites Mal.
Während Markus, Patrick und Lars sich schon mit dem umziehen beschäftigten, liefen Susi, Lucas und Björn weiter. Am Ende musste sie Tribut zahlen. Verletzungen und komplette Erschöpfung waren das Resultat.

ABER: Der Kampf zahlte sich für uns alle aus. Der Captain wurde 3., gefolgt von Patrick 13. und auch Lars konnte sich mit dem 37. unter die Top50 auf der 10km Distanz platzieren. Lucas wurde ebenfalls 3., gefolgt von Björn mit dem 17. Rang und Susi erlief sich den 2. Platz bei den Damen. Die Mission Teamtitelverteidigung wurde erfolgreich. Wir waren alle über glücklich.
Nach der Siegerehrung begaben wir uns zur Reinigung ins Appartement. Legten neue Kleidung an und machten uns auf dem Weg zum Siegeressen. Im Anschluss fiel der Besuch der After-Run-Party minimal aus, denn wie bereits erwähnt, waren die Kräfte nicht mehr so stark.
Beim Abschlussessen am Sonntag wurden mit einem ausgewogenen Frühstück die Speicher wieder gefüllt, bevor die Heimreise bei Regen begann. Je dichter wir Deutschland kamen, desto wärmer sommerlicher wurde es. Ein bis dahin unerwartetes Ereignis stand uns noch bevor.
Am Parkplatz angekommen befand sich das Fahrzeug nicht mehr am abgestellten Ort. Der Schock stand jedem im Gesicht. Glasscherben am Boden, Wagen abhanden. Nach Rücksprache mit der Polizei wurde es zur Eigentumswahrung abgeschleppt. Halbstarke brauchten ein Ladekabel für ihr iPhone und verursachten dadurch unnötige Kosten und Ärger. Jeder kam dann irgendwie heil daheim an und das Wochenende war für alle ein riesen Erfolg.



Eines ist sicher, wir kommen nächstes Jahr wieder, parken den Wagen woanders und versuchen den Titel zu verteidigen.

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